Friday, 18. july 2008
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15:22
Yea, heute war meine Karte endlich in der Post, so kann ich endlich meinen wohlverdienten Sommerurlaub antreten (auch Zombies brauchen mal Urlaub, man höre und staune!!!), EBAY hat's möglich
gemacht trotz ausverkaufter Veranstaltung, na geiler geht's doch nicht, oder? Über die Ticketpolitik solcher Festivals werde ich mich später mal auslassen, feststeht ich hab's trotzdem
geschafft.
Aber warum verbringt man die kostbaren Tage zwischen lauter verrückten, betrunkenen, grölenden Lebenden? Die Antwort liegt in der lauten Musik die ich immer höre METAL and nothing else!!! Tja,
Metal ist eben nicht nur Musik, sondern auch ein Lebensgefühl (was sich bei einem Untoten jetzt ziemlich albern anhören mag, aber egal!), das man auch gerne mit anderen teilt (in Wacken sind es
ungefähr Zwanzigtausend!!!). Nur hier kann man seine Lieblingsbands gebührend abfeiern (Ist immerhin das größte Heavy Metal Festival in Europa) und auch sonst ne riesen Party und ne tolle Zeit
haben, denn merke in Wacken ist JEDER genauso bekloppt wie Du selbst und das ist gut so. Ich werde mir das Spektakel dieses Jahr wieder mit meinem Freund Dexter antun und natürlich auch
ausführlich hier davon berichten mit Fotos und allem was dazugehört. Wer das jetzt nicht versteht soll weiter zu den Blaumeisen gehen, ich jedenfalls packe schonmal meine T-Shirts, meine Lederhose
und das Zelt ein und gehe Bier kaufen...ach und Dexter muss ich auch noch anrufen.
Bis denne!!!
von Klozombi
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Wednesday, 16. july 2008
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13:04
Schlechtes Benehmen, Unfreundlichkeit und Hektik verbreiten gehört bei manchen Leuten ja schon zum "guten Ton" wenn man Teil
der sogenannten "höheren Gesellschaft" ist, oder sich als solcher wähnt. Diese Leute haben eben keinen Charakter, sie haben Geld und zeigen oder erzählen das auch jedem der es nicht
wissen will und gehören mindestens dem Topmanagement irgend einer Firma an, die sowieso niemand kennt.
Für solche Männer (und auch Frauen) sind dann auch die Nobeloutfits gemacht in denen sie immer rumrennen und ihren Mitmenschen auf den Keks gehen, damit's einfach besser aussieht, wenn man
verarscht wird, denn ohne stellen diese Figuren meistens nicht viel dar, und man sie andererseits auch gleich erkennen kann, sowas nennt man dann Mode *würg*.
Ich stand also neulich an der Tanke, es war ungefähr zehn Uhr morgens, brav in der Schlange und wartete darauf, meinen Obolus an Vater Staat für das Privileg der
Automobilenfortbewegung, schlicht Steuern genannt...ach und natürlich meinen Kraftstoff zu bezahen. Als eines der obengenannten Exemplare der Gattung Mensch hereingestürmt kommt. "Oh nein!" tönte
es halb leidend, halb wütend von hinten und ich drehte mich kurz um, zu sehen wer der Leidende war und erkannte gleich:"Aha, ein Arschloch!". Nun nahm das unvermeidliche Drama seinen Lauf denn das
Arschloch, standesgamäß gekleidet, in grauem Armani, weißem Hemd und brechreizerregender buter Krawatte, Sonnenbrille und lächerlichen (brauen) Schuhen und das alles bei mindestens 30 Grad
Außentemperatur, begann seinen Kampf um eine bessere Position in der Schlange.
"Entschukdigung darf ich vor? Ich habe einen wichtigen Termin" schleimte sich das Arschloch Stück für Stück nach vorne und die Anwesenden machten unterwürfig Platz und ließen ihn gewähren, er
quitierte diese Unterwürfigkeit dann immer mit einem ergriffen klingenden "Danke!" oder auch "...vielen Dank!" wobei auf seinen Lippen aber ein selbstgefälliges Lächlen lag, das von den Meisten
aber als Freundlichkeit fehlinterpretiert wurde. Nun ist dazu zu sagen, Menschen werden ihr Leben lang konditioniert solchen Kreaturen (Chefs genannt) zu gehorchen, das fängt bei der Lehre an und
hört irgendwann im Alter auf, wenn die Senilität einsetzt und man wieder man selbst sein darf, aber dazwischen ist man garantiert einem dieser Schlipsträger hörig, ob man will oder nicht. Der
Schlips kämpfte sich also weiter vor bis er bei mir angekommen war (ich war in der Schlange so ungefähr an fünfter Position) und wollte gerade sein Sprüchlein aufsagen als es mir auf einmal
entfuhr: "Nein!" war meine Antwort und das Arschloch schaute mich an als hätte ich ihn geschlagen.
Oh je was hatte ich da wieder angerichtet, er baute sich vor mir auf, was schon eine Kunst war, denn er war nicht sehr groß und auch nicht besonders breit und versuchte beeindruckend zu wirken. Ok,
eine Sekunde lang war ich auch erschrocken (denn auch bei mir wirkt diese Konditionierung noch...manchmal!), aber dann beschloß ich mir meine Wartezeit zu verkürzen und etwas Spass mit ihm zu
haben. "...Aber ich habe einen wichtigen..." "...Termin, ich weiß! schoß ich seinen theatralisch perfekt unterbrochenen Satz ab und lächelte ihn an "na und? ich auch, aber es geht nunmal nicht
schneller, die Kasse bereitet Probleme und die Frau ist leider alleine!" informierte ich ihn, aber er gab nicht so schnell auf " Ich bin (jetzt folgte irgendein businessenlgisch durchwirkter
nichtssagender Titel) der Firma (noch nie gehört) und ich habe gleich ein wichtiges Meeting!" plusterte er sich weiter auf. "Aha, wo ist denn das Meeting?" erkundigte ich mich scheinheilig und sah
schon die Röte in sein Gesicht steigen "...in Schwäbisch Gmünd..." kam es gepresst "Gut!..." antwortete ich bewußt ruhig "...und wo kommen sie her?" fragte ich weiter und registrierte das die Leute
hinter ihm schon zu schmunzeln und zu lachen begannen. "...aus Stuttgart!" zischte er. "...lassen Sie mich jetzt endlich..." schrie er mich an "Nö!" kam kurz und knapp meine Antwort und machte ihn
noch wütender. "Wann beginnt denn Ihr Meeting?" versuchte ich ihn zu beruhigen "...zehn Uhr..." polterte er. "Nun dann ist in Ihrer Zeitdisposition anscheinend irgenwas schief gelaufen, denn als
Sie herein kamen war es bereits zehn Uhr fünfzehn!" analysierte ich und hinten begann eine Frau lauthals zu lachen was das Gelächter noch einiger anderer nach sich zog. "Was erlauben Sie sich!"
entfuhr es ihm und ich glaube er war einem Herzinfarkt näher als zuvor. "...lassen sie mich jetzt sofort bezahlen!" schrie er mich an, "Ja, das können sie ja, nachdem ich bezahlt habe." entgegnete
ich ruhig und fügte hinzu "...und mäßigen sie ihre Ausdrucksweise, denn sie ist laut und etwas feucht wenn sie gestatten !" "say it don't spray it!" fügte ich etwas leiser mit den Worten meines
Kumpels Dexter noch hinzu. "...WAS?" schrie er und verlor nun völlig die Fassung. "Jetzt machet se ned so'n Aufstand, der Herr war halt vor ihnen da!" kam es ungeduldig von der Kasse, wobei mich
die etwas ältliche kleine Faru verschmitzt angrinste. "Ja, genau jetzt beruhigen Sie sich doch..." fügte ich hinzu "Sie waren doch eh schon zu spät als sie hereinkamen." DAS rammte dem Arschloch
den Dolch endgültig ins Herz und er schnappte nur noch nach Luft. Danach hatte ich wenigsten Zeit unbehelligt (und unkommentiert) zu zahlen.
Danach war dann endlich der Schlips an der Reihe und ich setzte währenddessen meine Sonnenbrille auf und verließ grinsend die Tanke. Als ich kurz zurücksah, erblickte ich durch die Scheibe wie das
Arschloch wild mit den Armen fuchtelte und wie mir die ältliche Frau lächelnd nachsah und die Augen nach oben verdrehte...seltsam diese Lebenden.
von Klozombi
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